Eigenverantwortung – Du hast es selbst in der Hand!

Frosch lehnt an Ast, mit Blatt als Gitarre im Arm

Heute geht es um eine weitere Grundlage für ein glückliches Leben.
Die Eigenverantwortung.

Aber warum ist Eigenverantwortung für ein glückliches Leben so wichtig? Wenn ich eine Million Euro im Lotto gewinne, kann ich mir doch die Weltreise gönnen, von der ich immer geträumt habe. Und dann ist doch alles gut. Dann kann ich doch ein glückliches Leben führen. Oder?

Das Geheimnis ist die Dopaminausschüttung im Gehirn. Wie das genau passiert, habe ich in meinem letzten Blogartikel erklärt. Wenn ich mir ein Ziel setze, wird das Gehirn in eine Erwartungshaltung versetzt, diese kennen wir als Vorfreude.

Jetzt sagst Du vielleicht, Moment, ich empfinde doch auch Vorfreude, wenn ich auf einen Urlaub warte, auch wenn ich den gewonnen habe.
Ja das stimmt. Und auch dann schüttet das Gehirn Dopamin aus. Der Unterschied zu dem selbsterreichten Ziel ist der, dass Du es nicht selbst in der Hand hast, ob Du etwas gewinnst oder nicht. Du kannst an dem Gewinnspiel teilnehmen, aber ob Du dann tatsächlich gewinnst, liegt nicht in Deiner Macht. Und was ist, wenn Dein Nachbar den Lottojackpot abräumt?

Ein anderes Beispiel habe ich neulich schon in einem Facebook-Post erwähnt. Stell Dir vor Du hast das Ziel, dass Dein Chef Dich ab morgen nicht mehr anmeckert. Dein Chef ist aber ein cholerischer Pedant (soll es ja geben). Wie wahrscheinlich ist es dann, dass Du dieses Ziel erreichen kannst? Oder Dein Ziel ist es, dass Du Dich ab morgen nicht mehr mit deinem Partner streiten wirst. Auch das hast Du nur bedingt in der Hand. Du kannst also nur Dinge ändern, die in Deiner eigenen Verantwortung liegen. Anders gesagt in Deiner Eigenverantwortung. Wenn ich mich immer nur auf das Außen konzentriere, dann laufe ich immer wieder Gefahr, dass die Dinge nicht so laufen, wie ich das haben will. Dann passieren immer wieder Dinge, die mich aus der Bahn werfen und auf die ich dann reagieren muss. Das kostet Kraft und killt jede Motivation. Der Chef, der mich immer wieder auf die Palme bringt, der Partner, mit dem ich immer wieder streite, die Bahn, die mir immer wieder vor der Nase wegfährt. Die Liste kannst Du beliebig erweitern. Und am Ende bist Du frustriert und überzeugt davon, dass doch eh alles nur gegen Dich ist und passiert, um dich zu ärgern. Aber hier kommt die gute Nachricht.

Das Leben tut nichts, um dich zu ärgern.

Diese Erkenntnis kommt automatisch in Dein Leben, wenn Du bereit bist, Eigenverantwortung zu übernehmen. Das ist der Moment, wo Du anfängst in Lösungen zu denken. Wo Du Dich fragst, „Was kann ich heute tun, damit sich meine Situation verbessert?“
Kommen wir nochmal auf das Beispiel mit dem Chef zurück. An der Tatsache, dass er pedantisch ist, kannst Du nichts ändern. Vielleicht ist das die Eigenschaft, die ihn in diese Position gebracht hat. Es gibt einen pedantischen Teil in Deinem Chef und der hat dort auch seine Berechtigung (um das Thema Teilearbeit wird es in einem späteren Artikel gehen). Für Dich ist im Moment nur wichtig, dass Du daran nichts ändern kannst.
Was Du verändern kannst, ist Deine Einstellung dazu. Was wäre denn, wenn die pedantische Art Deines Chefs Dir etwas bringen würde? Durch diese Eigenschaft Deines Chefs kannst Du lernen, genauer zu arbeiten. Du könntest Dir das Ziel setzen, dass er heute weniger Fehler an Deiner Arbeit findet als gestern. An dieser Stelle eine kleine Warnung, er wird immer einen Fehler finden. Dieses „Fehlerfinden“ setzt nämlich seine Dopaminausschüttung in Gang. Wenn Du Dir aber vornimmst, so genau zu arbeiten wie möglich und die Pedanterie Deines Chefs als Herausforderung und als Chance annimmst, an der Du wachsen kannst, dann ist es vielleicht nicht mehr so schlimm.

Ich will Dich hier nicht dazu auffordern, in einem Arbeitsverhältnis Dein Dasein zu fristen, in dem Du absolut unglücklich bist. Ich weiß was es heißt, in einem Job unglücklich zu sein und permanenter Kritik ausgeliefert zu sein. Wenn Du in einem Arbeitsverhältnis bist, in dem Du klein gehalten wirst und ständig unter Deinen Möglichkeiten bleibst, dann ist das in den meisten Fällen nicht Dein Fehler. Es gibt Systeme, die nur auf Macht und Unterdrückung aufgebaut sind. Gerade wenn man neu in so ein System kommt, kann man daran meistens nichts ändern.

Aber auch dann gibt es einen Weg heraus. Auch das passiert nicht gegen Dich, sondern gibt Dir die Möglichkeit, zu testen, wie gut Du mit Dir selbst umgehst und wie ernst Du Deine Eigenverantwortung nimmst. Es gibt immer eine Möglichkeit, etwas zu verändern. Wenn Du in dieser Stelle nicht glücklich wirst, dann wirst Du eine andere Stelle finden.
Nachdem ich das Arbeitsverhältnis gekündigt hatte, bin auch ich erstmal in ein tiefes Loch gefallen. Überzeugungen, an die ich 34 Jahre geglaubt hatte, waren zerstört und ich musste mich erstmal wieder sortieren. Aber mir war ziemlich schnell klar, dass das Leben etwas Besseres mit mir vor hat. Und so war es. Hätte ich dieses Arbeitsverhältnis nicht erlebt, hätte ich vielleicht niemals die Entscheidung getroffen, nach Hamburg zu ziehen, und hier meine Selbständigkeit als Coach und Trainer aufzubauen.

Eigenverantwortung bedeutet, das Kommando auf der Brücke meines Lebens zu übernehmen. Frag Dich, „Was kann ich tun, um meine Situation zu verbessern?“ Wenn ich die Dinge in meinem Leben erkenne, die ich selbst in der Hand habe und da immer das Beste für mich heraushole, dann wird mir das Leben mit der Zeit keine Probleme mehr präsentieren, sondern nur noch Herausforderungen, die ich meistern kann. Zugegeben, das ist die Idealvorstellung und ich möchte nicht behaupten, dass ich 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr so denke. Aber es wird immer besser und es wird immer einfacher. Wichtig ist, dass Du das Prinzip dahinter verstehst und in die richtige Richtung gehst.

Glück im Leben bedeutet für jeden etwas Anderes. Aber egal was Glück im Leben bedeutet, wenn ich erkenne, dass es in meiner eigenen Verantwortung liegt, die Dinge zu erreichen, die ich mir vornehme, kann ich täglich dafür sorgen, dass ich heute glücklich bin.

Frag´ Dich doch mal, wann Du Dich das letzte Mal über etwas geärgert hast. Und was hättest Du selbst an der Situation ändern können?

Vielleicht möchtest Du ja in einem Kommentar von der Situation erzählen!? Oder schreib´ mir gerne eine E-Mail.

 

 

 

 

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