Fang heute an, Dein Ziel zu erreichen!

In meinem letzten Blogartikel habe ich mich mit der Frage beschäftigt, wie man ein glückliches Leben führt. Wenn Du den Artikel noch nicht gelesen hast, kannst Du das hier nachholen.

Eine spannende Information vorweg.

Kennst Du die 72 Stunden-Regel? Sie besagt, dass Du innerhalb von 72 Stunden den ersten Schritt in Richtung Ziel machen sollst, da sonst die Wahrscheinlichkeit, dass Du Dein Ziel tatsächlich erreichst, auf unter 5% sinkt. Du sollst es nicht in dieser Zeit erreichen, aber Du sollst anfangen. Am besten gleich nachdem Du den Artikel gelesen hast.

Eine Grundlage für ein glückliches Leben ist aus meiner Sicht, Ziele zu haben. Aber was bedeutet es, ein Ziel zu haben? Der Eine oder die Andere hat vielleicht schon einmal etwas von der „Bucketlist“ oder der „Löffelliste“ gehört, die viele Menschen haben. Hier geht es darum, sich Dinge aufzuschreiben, die man in seinem Leben auf jeden Fall noch machen möchte.

Heute soll es um die Ziele gehen, die ich mir in meinem Leben immer wieder setze und nach denen ich mein tägliches Handeln ausrichte. Vielleicht kennst Du das gute Gefühl, etwas von einer Liste abzuhaken, was Du erreicht hast, und wenn es nur das Brot auf dem Einkaufszettel ist. Wenn wir ein gesetztes Ziel erreichen, spüren wir, dass wir etwas bewirken im Leben. Wir sehen, dass wir etwas schaffen können, wenn wir uns anstrengen. In der Psychologie nennt man diesen Aspekt auch die Selbstwirksamkeit.

 

Was passiert da eigentlich im Gehirn, wenn wir ein Ziel erreichen?

Um zu verstehen, was das tolle daran ist, ein Ziel aus eigener Kraft zu erreichen, müssen wir uns ein bisschen mit den Prozessen in unserem Gehirn beschäftigen. Wann immer ich mir ein Ziel setze, kommt das Gehirn in eine bestimmte Erwartungshaltung. Diesen Zustand erleben wir als Vorfreude.

Aber auf was wartet das Gehirn da eigentlich?

In unserem Gehirn werden ständig Prozesse angestoßen und geregelt. Dies geschieht unter anderem durch die Ausschüttung von Neurotransmittern. Das sind Botenstoffe, die unseren Körper z.B. dazu anregen, Hormone auszuschütten. Das Ganze funktioniert wie ein Schaltkreis: Ein Auslöser, etwa der Gedanke daran ein Ziel zu erreichen, lässt das limbische System reagieren. Es generiert einen Drang, den die Großhirnrinde als bewusstes Verlangen erfasst. Sie gibt dem Körper daraufhin die Anweisung, dieses Verlangen zu stillen.
Die Neuronen projizieren zum limbischen System, in dem das Glücksgefühl entsteht, und zur Amygdala, die die Erregung verarbeitet, also affekt– oder lustbetonte Empfindungen, und schütten dort Dopamin aus. Außerdem gelangt der Botenstoff in den Hippocampus. Hier fließen die Informationen verschiedener sensorischer Systeme zusammen, werden verarbeitet und an das Großhirn (Cortex) zurückgesandt.


Gedanke an ein Ziel


Erkennung als Verlangen im Großhirn


Ausschüttung von Dopamin im lymbischen System


Rückmeldung an das Großhirn


Ausschüttung von Oxytocin


Anders als die Hirnforschung lange vermutete, ist für das Hochgefühl, wenn wir ein Ziel erreichen, nicht der Neurotransmitter Dopamin verantwortlich, sondern die körpereigenen Opiaten, die Endorphine, sowie andere Botenstoffe wie das Oxytocin, das sogenannte „Kuschelhormon“. Dopamin ist der Neurotransmitter der die Belohnungserwartung also die Vorfreude hervorruft. Wenn also das nächste Mal jemand sagt, dass das Gehirn Dopamin ausschüttet, wenn es eine Belohnung bekommt, kannst Du jetzt ein bisschen „klugscheißen“ was da wirklich passiert.

Ich erlebe häufig Menschen, die das Ziel haben, mehr Geld zu verdienen.

Warum mehr Geld zu verdienen ein schlechtes Ziel ist?

Vielleicht hast du schon einmal etwas davon gehört, dass ein Ziel nach der SMART-Methode entwickelt wird. Das bedeutet, ein Ziel ist dann ein gutes Ziel, wenn es folgende Kriterien erfüllt.

Spezifisch

Ein Ziel soll so spezifisch wie möglich sein. Je genauer ich ein Ziel definiere, desto besser kann ich mir eine Vorstellung davon machen. Warum das so wichtig ist, sehen wir gleich.

Messbar

Ein Ziel soll messbar sein. Ich muss also einerseits wissen, wo ich heute stehe, und andererseits muss ich an vorher definierten (spezifischen) Merkmalen messen können, ob ich mein Ziel erreicht habe.

Attraktiv
Manchmal findest Du in der Literatur hier auch die Übersetzung “aktionsorientiert”. Wie Du siehst,
ist „attraktiv“ aber der wesentlich stärkere Apsekt, der Dir hilft, Dein Ziel zu erreichen.

Ein Ziel soll so attraktiv und emotionsgeladen wie möglich sein. Je spezifischer es ist, desto besser funktioniert das. Wenn ich eine starke Emotion mit dem Ziel verbinde, dann fällt es mir wesentlich leichter, dieses auch wirklich zu erreichen. Frag Dich wie genau Dein Ziel aussehen soll. Welche Farben siehst Du? Welche Gefühle verbindest du damit? Je genauer Du Dein Ziel vor Augen hast, desto besser. Denn hier kommt ein ganz wichtiger Aspekt, Ziele erreichen sich nicht von alleine. Ich muss schon etwas dafür tun. Da kann einem auf halber Strecke schon mal die Puste ausgehen. Deshalb ist es gut, wenn das Ziel eine hohe (emotionale) Attraktivität hat. In meinen Coachings hat dieser Aspekt einen besonders großen Raum, weil er für die Zielerreichung so wichtig ist.

Realistisch

Wenn ich mir heute vornehme, morgen Millionär zu sein, wird das wenig bringen, denn das werde ich wahrscheinlich nicht erreichen können. Es sei denn ich habe heute schon € 999.998,00 auf dem Konto. Wenn ich mir ein unrealistisches Ziel setze, werde ich das schnell merken und es wird die Attraktivität verlieren.

Terminierbar

Ein Ziel soll zu einem bestimmten Termin erreicht sein. Je weiter ich die Erreichung des Ziels hinauszögere, desto unattraktiver wird es. Dazu passt auch die oben erwähnte 72 Stunden-Regel.

Nun weißt Du, warum „Ich will mehr Geld verdienen“ ein schlechtes Ziel ist. Im Coaching frage ich dann gerne „Warum möchtest Du mehr Geld verdienen?“ Dann kommen wir zu den wirklich spannenden Antworten. Du kannst dieses Ziel ja mal selbst auf die SMART-Methode anwenden und schauen, wie dieses Ziel dann hinterher für dich aussieht. Vielleicht kommt dabei ja ein lang versteckter Traum zutage.

Es gibt zum Thema Ziele aber noch zwei weitere wichtige Aspekte, die in der SMART- Methode nicht vorkommen, auf die ich aber kurz eingehen möchte.

Neben den besprochenen Aspekten, sollte ein Ziel auch immer selbst initiierbar sein. Solange Dein Ziel davon abhängig ist, ob Andere etwas Bestimmtes tun oder lassen, hast Du es nie selbst in der Hand, ob Du Dein Ziel erreichst oder nicht. Stell Dir vor, Dein Ziel ist, dass Dir Dein Chef nicht mehr so auf die Nerven geht. Dein Chef ist aber ein unverbesserlicher Pedant (Chefs sollen manchmal so sein), dann wird es schwierig sein, dieses Ziel zu erreichen. Das, was Du ändern kannst, ist Deine Einstellung dazu. Dein Ziel könnte also lauten „Ich reagiere in Zukunft ruhig und gelassen auf die Nörgeleien von meinem Chef.“

Und damit sind wir direkt beim nächsten Punkt. Ein Ziel soll immer positiv formuliert sein. Das Ziel „Ich will nicht mehr so dick sein“ wird wahrscheinlich weniger zu dem gewünschten Effekt führen als das Ziel „Ich möchte in 6 Monaten 10 Kilo abnehmen.“ Hier weiß Dein Unterbewusstsein gleich, worauf es sich fokussieren soll. Das hilft Deinem gesamten System, sich voll und ganz auf das Ziel zu konzentrieren.

Ich fasse noch einmal kurz zusammen.

  • Ob ein Ziel gut ist oder nicht, kannst Du herausfinden, indem Du es mit der SMART-Methode prüfst. Der Effekt, dass wir spüren, dass wir etwas schaffen und verändern können in unserem Leben, nennt sich in der Psychologie Selbstwirksamkeit.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass Du Dein Ziel erreichst, ist am höchsten, wenn Du den ersten Schritt in Richtung Ziel innerhalb von 72 Stunden machst.
  • Dein Ziel ist gut, wenn es selbst initiierbar und positiv formuliert ist.

Wenn Dir dieser Artikel dabei hilft, Dein Ziel zu erreichen, dann habe ich mein Ziel erreicht. Manchmal ist es aber gar nicht so leicht, ein Ziel zu erreichen, selbst wenn man das theoretische Wissen hat. Du arbeitest gerade an einem Ziel kommst aber nicht so richtig weiter? Dann freue ich mich über einen Anruf oder ein E-Mail von Dir. Gemeinsam machen wir Dein Ziel so smart, dass Du am liebsten gleich loslegen willst.

 

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