Meine Geschichte

Meine Geschichte

Wenn man wissen möchte, warum ein Mensch zu dem geworden ist, was er heute ist, dann lohnt es sich mal einen Blick auf seine Geschichte zu werfen. Genau diese Gelegenheit möchte ich Dir hier bieten. Du öffnest Dich im Coaching mir gegenüber, mit Deinen Ängsten, Wünschen und Träumen. Deshalb möchte ich mich hier Dir gegenüber öffnen und Dir zeigen, wie ich zu dem Menschen geworden bin, der ich heute bin.

Offener Rücken, Wasserkopf, England

Mein Leben begann schon recht turbulent. Ich wurde am 28.11.1980 in Düren im Rheinland geboren. Durch eine Laune der Natur hat sich meine Wirbelsäule nicht richtig ausgebildet und ich kam mit einem „offenen Rücken“ zur Welt. Die Folge war, dass ich querschnittgelähmt war und meine Beine nicht bewegen konnte. Außerdem hatte ich einen Wasserkopf – eine Fehlbildung, wodurch das Hirnwasser nur mit Hilfe eines Ventils ablaufen kann. So lag ich wenige Stunden nach meiner Geburt schon zum ersten Mal auf einem OP-Tisch.

Von nun an ging es in meinem Leben immer darum, Wege zu finden um mein Ziel zu erreichen. Ob eine Treppe im Weg war oder eine Tür zu eng – irgendeine Lösung musste immer her. Aber nicht nur Treppen und Türen sind häufig im Weg. Oft geht es auch darum, die Barrieren im Kopf abzubauen – sowohl in dem meiner Mitmenschen als auch in meinem eigenen.

England – der Held in der Nachbarschaft

Ich verbrachte die ersten 4 Jahre meines Lebens im Kinderwagen, kriechend oder auf dem Arm meiner Mutter oder meines Vaters. Wobei das nicht ganz stimmt. Wir lebten die ersten 5 Jahre meines Lebens in England. Hier baute mein Vater mit seinen Kollegen ein Tretauto zum Elektroauto um. Ab sofort war ich der Held in der Nachbarschaft. Mit dem kleinen roten Flitzer war ich den ganzen Tag unterwegs, zumindest bis der Akku leer war. Sogar in die 7 Uhr-Nachrichten im englischen Fernsehen hat mich mein roter Renner gebracht, wo ich mein erstes Interview in feinstem Oxford-Englisch gegeben habe.

Scheidungskind, normale Schullaufbahn

Dank meiner Eltern und vieler anderer toller Menschen durfte ich eine „normale“ Laufbahn absolvieren. Schon in England war ich in einem ganz normalen Kindergarten. Zurück in Deutschland, besuchte ich den Kindergarten, die Grundschule, die Realschule, die Fachoberschule und studierte schließlich Sozialarbeit an der Katholischen Fachhochschule NW Abt. Paderborn (heute „KatHO NRW“).

Aber es war nicht alles leicht. Als ich elf Jahre alt war, trennten sich meine Eltern und meine Mutter zog mit mir aus meinem Elternhaus in eine Wohnung. Viel schwerer als der Auszug war jedoch die Zeit vor der Trennung, als wir noch zu Hause lebten und ich zwischen den Fronten stand. Als wir ausgezogen waren, konnte ich mich nach und nach aus den Streitigkeiten meiner Eltern befreien und lernte, mit der Situation umzugehen. Dies ging natürlich nicht von heute auf morgen. Immer wieder versuchten meine Eltern, mich als „stille Post“ für ihre Angelegenheiten einzuspannen. Zunächst versuchte ich, diese Position zu nutzen und die Situation positiv zu beeinflussen. Leider verhielten sich meine Eltern nicht so, wie ich mir das mit 11 Jahren so vorgestellt hatte. Erst langsam lernte ich, dass dies nicht meine Aufgabe war und ich nicht für die Verständigung zwischen meinen Eltern verantwortlich war. Es fiel mir nicht leicht, aber ich akzeptierte irgendwann, dass ich nichts an der Situation zwischen meinen Eltern ändern konnte. Das Einzige, was ich tun konnte, war dafür zu sorgen, dass ich nicht mehr darunter leide.

Es fiel mir zum Glück immer leicht, Kontakt zu anderen Menschen aufzubauen, und so hatte ich einen großen Freundes- und Bekanntenkreis. Ich verbrachte viel Zeit mit Freunden und erlebte in der Rückschau eine gute Kindheit und Jugend. Ich war viel unterwegs und reiste mit Bus und Bahn quer durch Deutschland. Meine Behinderung war mein ständiger Begleiter. Dabei sah ich die Dinge, die sich mir in den Weg stellten immer als Herausforderung, die es zu meistern galt. Nach und nach lernte ich, meinen Alltag immer selbständiger zu meistern.

Arzt  – Fluglotse – Mediengestalter

Während der Orientierung in Richtung Beruf wurden mir meine Grenzen dann zum ersten Mal so richtig bewusst. Durch mehr als 20 Operationen und zahlreiche Krankenhausaufenthalte, hatte ich immer schon ein großes Interesse an Medizin. So wuchs irgendwann der Wunsch, Medizin zu studieren. Durch ein Praktikum im Labor eines Krankenhauses wurde mir aber klar, dass dieser Weg nur sehr schwer zu realisieren wäre. Wenn ich ehrlich bin, scheiterte mein Versuch, das Abitur zu machen dann auch an meinem fehlenden Ehrgeiz. Hierin unterschied ich mich damals wohl nicht maßgeblich von meinen Klassenkameraden. So hatte ich schnell den nächsten Berufswunsch. Dass ich den Weg meines Vaters nicht einschlagen und Pilot werden konnte, war mir schnell klar. Auch der Fluglotse (T1 Musterung bei der Bundeswehr) und der Mediengestalter  Bild und Ton (Aufbau von Bühnen, Arbeit als Kameramann) scheiterte an der Querschnittlähmung (ja, und meinem fehlenden Ehrgeiz).

Scheidungskind im Rollstuhl wird natürlich Sozialarbeiter

So kam es wie es kommen musste – das Scheidungskind im Rollstuhl wird natürlich Sozialarbeiter. Ich konnte immer schon gut mit Menschen umgehen, kannte viele Herausforderungen aus eigener Erfahrung und wollte anderen Menschen helfen.     Soviel zu meinem Plan. In der Realität scheiterte ich schon bei der ersten Suche nach einem Praktikumsplatz an der Realität im Arbeitsleben. Soziale Einrichtungen sind seltener barrierefrei als man glaubt. Einmal scheiterte eine Bewerbung daran, dass ein Kopiergerät im Flur zur Toilette stand und mir den Weg versperrte (Kein Witz!). Eine andere daran, dass ich aus dem Rollstuhl heraus nicht an den Aufzugknopf kam!!!

So führte mein Weg mich nach meinem Studium und im  Anerkennungsjahr in die Jugendhilfeplanung. Hier endete meine Karriere als Sozialarbeiter zunächst. Trotz mehr als 120 Bewerbungen fand ich keine Stelle.

Flugzeugabsturz

In dieser Zeit ereilte mich ein Schicksalsschlag. Als ich 26 Jahre alt war, verunglückte mein Vater tödlich bei einem Flugzeugabsturz. Meine Welt, wie ich sie bisher kannte, brach zusammen. Die Welt drehte sich weiter und ich wollte einfach nur aussteigen. In der Rückschau kann ich sagen, dass dies eine Zeit war, aus der ich sehr viel gelernt habe. Ich habe auf die harte Tour gelernt, wie Menschen sich verändern und wozu sie in der Lage sind. Trotzdem habe ich mir den Glauben an das Gute im Menschen bewahrt. In dieser Zeit machte ich einige folgenschwere Fehler.

Erste Selbständigkeit, die Liebe meines Lebens

Ich machte mich in der Eventbranche selbständig. Dabei gab ich viele wichtige Entscheidungen an andere Menschen ab und verließ mich dabei auf die falschen Leute. Das Gute daran war, dass ich die Schuld immer auf andere abschieben konnte. Wer nichts tut, macht auch keine Fehler. So rutschte das Geschäft immer mehr in die roten Zahlen und ich verlor immer mehr Geld. Aber Schuld daran waren ja die Anderen.

Zum Glück lernte ich damals meine heutige Verlobte kennen. Durch die Beziehung fand ich die Kraft, das sinkende Schiff zu verlassen und wieder positiv in die Zukunft zu schauen. Ich hatte einmal mehr Glück im Unglück.

Meine Versuche, wieder in der Sozialen Arbeit Fuß zu fassen, scheiterten abermals. So landete ich im Vertrieb. Meine kommunikativen Fähigkeiten und meine Gabe, mich in andere Menschen hineinzuversetzen, kamen mir hier sehr zugute. In der folgenden Zeit konnte ich meine Fähigkeiten in verschiedenen Positionen im Vertrieb einsetzen. Ich merkte aber schnell, dass mich das nicht erfüllte.

Schon während meines Studium beschäftigte ich mich eingehend mit der Systemischen Therapie und der Familientherapie. Besonders galt mein Interesse den Arbeiten von Paul Watzlawick, Virginia Satir, Steve de Shazer, Aaron Antonovsky und Friedemann Schulz von Thun. Dieses Interesse blieb während der gesamten Zeit nach meinem Studium bestehen. So kam es, dass ich eines Tages wieder in die Soziale Arbeit zurückkehrte. Ich gab meinen unbefristeten, gut bezahlten Job im Vertrieb eines IT-Unternehmens auf und wechselte in die Soziale Arbeit.

Die nächste Niederlage

Vom ersten Tag in dem neuen Job an wusste ich, dass es ein Fehler war, ihn anzunehmen. Aber ich hatte mich für diesen Weg entschieden und war gewillt, ihn zu gehen. Nach 3 Monaten ständiger Kritik und gefühlten Niederlagen schmiss ich (wieder mit der Hilfe und Rückendeckung meiner Verlobten) den Job und gab auf. Zumindest fühlte es sich damals so an. Heute weiß ich, dass das der erste Schritt in mein neues Leben war.

Doch zunächst fiel ich in ein tiefes Loch. Ich fühlte mich als Versager und ich verhielt mich von nun an auch so. Ich verbrachte Tage lang im Bett und ließ das Leben an mir vorbeiziehen. Das ging einige Zeit so. Doch irgendwann traf ich die Entscheidung, dass es so nicht weiter gehen konnte.

Von nun an reifte mein Plan, meinen alten Traum in die Tat umzusetzen, unaufhaltsam. Ich wollte endlich so mit Menschen arbeiten, wie ich es mir immer gewünscht habe. Ich wollte Menschen dabei unterstützen, das Beste aus sich zu machen und gestärkt aus Krisensituationen herauszukommen.

Die Entscheidung – Neustart in Hamburg

Parallel wurde uns in den folgenden Wochen klar, dass wir dort wo wir waren – in Paderborn, in einem Einfamilienhaus mit Garten und Nachbarn, die mindestens 30 Jahre älter sind, nicht mehr glücklich waren. Wir hatten schon immer den Traum, eines Tages nach Hamburg zu ziehen und dort zu leben. Also verkaufte ich mein Elternhaus und wir zogen mit Sack und Pack und Hund in die große Stadt. Und obwohl der Start in Hamburg alles andere als einfach war, bereuen wir diesen Schritt bis heute nicht eine Sekunde.

In Hamburg angekommen, hatten wir große Pläne. Schnell war klar, dass ich als Coach und Berater freiberuflich arbeiten wollte. Alles lief wie am Schnürchen.

Die Bandscheibe

Dann wendete sich das Blatt. Ich bekam die Nachricht, dass der Käufer meines Elternhauses, dieses nicht erhalten und umbauen, sondern abreißen und dem Erdboden gleichmachen wollte. Als ich am nächsten Morgen aufwachte, konnte ich mich kaum noch bewegen und hatte in den Händen ein Gefühl, als würde ich in Glaswolle fassen. Mein Hausarzt überwies mich sofort zum Neurologen. Doch soweit kam es nicht. Ich geriet direkt in die Notaufnahme. Diagnose: Bandscheibenvorfall im Halswirbelbereich. Inzwischen konnte ich mich gar nicht mehr bewegen. Es brauchte drei Leute, um mich aufzurichten und mich vom Rollstuhl ins Bett zu bringen. Nach einer Woche konnte ich das Krankenhaus zwar wieder verlassen, stand aber mit drei Verdachtsdiagnosen da und war dem Tod gefühlt näher als dem Leben.

Die folgenden Monate waren nicht leicht. Etliche Untersuchungen und quälende Wochen der Unsicherheit brachten mich und mein Umfeld an den Rand der Verzweiflung. Nur langsam erholte ich mich von dem Rückschlag. Die Verdachtsdiagnosen bestätigten sich zum Glück nicht, und ich kämpfte mich Stück für Stück zurück zu meiner alten Form.

Roll out!

Da ich nun unmittelbar am eigenen Leib erfahren hatte, wie sehr psychische Belastung sich auf den Körper auswirken kann, wollte ich mehr darüber wissen. So fing ich an, mich zu erkundigen und begann mit einem Vorbereitungskurs für die Prüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie. Diese werde ich voraussichtlich diesen Sommer absolvieren. Darüber hinaus begann ich die Ausbildung zum NLP Practitioner. Hier erlerne ich von Grund auf Methoden, um noch effektiver und umfangreicher mit Dir an Deinem Anliegen zu arbeiten. Meine persönlichen Erfahrungen sowie meine Strategien, mit Herausforderungen umzugehen in Verbindung mit den professionellen Tools, bieten Dir einen Sparringspartner, der Dir bei der Bewältigung Deiner Herausforderungen zur Seite steht.

Nun freue ich mich, DICH kennenzulernen und mich gemeinsam mit Dir auf DEINEN Weg zu machen.

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