Was bedeutet ein glückliches Leben?

Was bedeutet ein glückliches Leben?

In der letzten Zeit sehe ich immer wieder Veranstaltungen, Artikel und Posts zu dieser Frage. Das Streben nach einem glücklichen Leben scheint momentan in aller Munde. Aber was bedeutet das überhaupt – ein glückliches Leben?

Wenn Du diesen Text gerade ließt, dann hast Du Dir diese Frage wahrscheinlich auch schon einmal gestellt. Seit mehreren tausend Jahren machen Menschen sich Gedanken über diese Frage. Es gibt unzählige Antworten auf diese Frage. Und das ist eine erste Erkenntnis.

Ein glückliches Leben bedeutet für jeden Menschen etwas anderes. Für den einen heißt es die Erfüllung in seiner Arbeit zu finden. Für einen anderen kann ein glückliches Leben bedeuten, weniger zu arbeiten und mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Manche Menschen empfinden Glück an einem bestimmten Ort. (z.B. am Meer, oder in den Bergen) Wieder andere verspüren Glück, wenn sie Zeit für sich alleine verbringen können, und sich mal um nichts und niemanden kümmern müssen. Ich kenne sogar jemanden der sagt, für ihn bedeutet Glück Trecker fahren.

Wie man sieht, heißt Glück für jeden etwas anderes. Es kann sogar sein, dass Glück in verschiedenen Lebensphasen etwas anderes bedeutet. Wahrscheinlich habe ich mit 20 anders über ein glückliches Leben nachgedacht als heute, mit 36 Jahren und in 30 Jahren werde ich wieder anders darüber nachdenken.

Jetzt könnte man ja sagen, ein glückliches Leben bedeutet für jeden etwas anderes. Jeder muss das für sich entscheiden und wir können eigentlich gar nicht darüber reden. – Ich glaube ganz so einfach ist es tatsächlich nicht. Ich bin davon überzeugt, dass es einige Grundlagen ein glückliches Leben gibt.

Eine Grundlage für ein glückliches Leben ist aus meiner Sicht, Ziele zu haben. Solange ich Ziele in meinem Leben habe, kann ich auf etwas hinarbeiten. Ich bin aktiv und bewege mich auf etwas hin. Wenn es nichts gibt, wofür ich morgens aufstehe und wofür es sich lohnt, sich anzustrengen, dann kann ich auch gleich im Bett liegen bleiben. Ich habe selbst eine Zeit lang geglaubt, dass ich ein glückliches und entspanntes Leben führe, wenn ich soviel Entspannung wie möglich habe. Das Ergebnis war, dass ich alle Ziele fallen gelassen habe und alle Verantwortung abgegeben habe. Und was war das Ergebnis? Ich war total unglücklich, weil ich nichts mehr hatte, wofür ich mich ins Zeug legen musste. Ich hatte keine Aufgabe mehr und ich hatte nichts mehr, wofür ich mich anstrengen musste und worauf ich stolz sein konnte.

Wer regelmäßig Sport macht kennt dieses Gefühl, dass das Training irgendwann langweilig wird, wenn man sich nicht regelmäßig neue Ziele setzt. Wenn man sich beim Training im richtigen Maße auspowert, stellt sich nach dem Training ein Glücksgefühl und Entspannung ein. Ziele unterstützen uns dabei, immer an uns zu arbeiten und nach und nach immer besser zu werden.

Die zweite Grundlage ist Eigenverantwortung. Alt-Bundeskanzler Willy Brandt hat 1992 gesagt „Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer” Wenn ich ein glückliches Leben führen will, kann ich mich nicht auf die Couch setzen und darauf warten, dass es endlich soweit ist. Das wird nicht passieren.

Wenn ein glückliches Leben bedeutet, einen guten Job zu haben, dann muss ich alles in meiner Macht stehende tun, um einen guten Job zu kriegen. Wenn ein glückliches Leben bedeutet, mehr Zeit mit meiner Familie zu verbringen, dann muss ich dafür sorgen, dass ich meinen Job anders organisiere und mehr Zeit habe. Wenn es Trecker fahren bedeutet, muss ich mir einen Trecker kaufen, oder jemanden finden, bei dem ich Trecker fahren kann. Ich kann nicht darauf warten, dass der Trecker plötzlich vor der Tür steht. Wenn ich ein glückliches Leben führen möchte, bin ich selbst dafür verantwortlich. Solange ich die Verantwortung an andere abgebe, z.B. meine Eltern, meinen Partner, meine Arbeitskollegen, werde ich ein Leben lang von anderen abhängig sein. Wenn ich Eigenverantwortung übernehme, dann habe ich es auch selbst in der Hand.

Eine dritte Grundlage ist Dankbarkeit. Wenn ich dankbar für die Dinge bin, die in mein Leben kommen, habe ich keine Zeit mich über Kleinigkeiten aufzuregen. Ich lege meinen Fokus auf das Gute im Leben. Wenn ich dankbar bin, nehme ich die guten Dinge im Leben nicht selbstverständlich. Gesundheit, ein Dach über dem Kopf, etwas zu essen im Kühlschrank. Wenn mir bewusst mache, dass viele Menschen diese Dinge nicht haben, wird mir klar, dass viele meiner taglichen Probleme gar nicht so fürchterlich sind. Und wenn ich dann die Eigenverantwortung ernstnehme, stelle ich fest, dass ich viele Dinge, über die ich mich täglich ärgere selbst ändern kann.

Ziele, Eigenverantwortung und Dankbarkeit sind also drei Voraussetzungen, um in der Lage zu sein ein glückliches Leben zu führen. Eine abschließende Aufzählung von Voraussetzungen für ein glückliches Leben, ist das sicher nicht. Aber es sind drei Dinge, die ich selbst in der Hand habe um auf ein glückliches Leben hinzuarbeiten.

In den kommenden Beiträgen werde ich genauer auf diese 3 Punkte eingehen.

Was bedeutet ein glückliches Leben für Dich?

 

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